Wachkoma

 

 

B. der Junge von nebenan, er könnte auch ihr Nachbar sein!

Ja, Benny, sein Namen ist austauschbar. Sein Schicksal gibt es bestimmt tausendmal in Deutschland. Ich lernte ihn zusammen mit meiner Freundin und jetzigen Frau in Bad Pyrmont kennen. Er ist an einen Rollstuhl gefesselt, es bereitet ihm große Mühe seinen Kopf gerade nach oben zu halten. Immer wieder kippt dieser zur Seite, er kann ihn nicht so recht kontrollieren. Sein linker Arm hängt schlaff und kraftlos nach unten, den rechten Arm bewegt er unkontrolliert.

Patricia und ich , sind nach Bad Pyrmont gefahren um Claudia wieder zu- sehen. Wer ist Claudia? Gute Frage!

Nur soviel, sie ist Wachkomapatient und das bereits seit fünfzehn Jahren. Wir wollen sehen mit welchen Mitteln hier versucht wird die Blockaden dieser Patienten zu lösen.

An einer anderen Stelle möchte ich auf Claudia zurück kommen, muss aber etwas weiter in meiner Geschichte ausholen.

Einem Pfarrer habe ich erzählt, das mir Gott die Gabe des Energiegebens geschenkt hätte, und was diese bei den Menschen bewirken könnte.

Das es den meisten Menschen nach der Behandlung mit dieser göttlichen Energie besser ginge und sie dann Angst bekämen, weil sie für dieses Phänomen keine Erklärung hätten. Ich erzähle dem Pfarrer das ich für mich und diese Energieform ein neues Betätigungsfeld suchte.

Es war dies einer der wenigen Pfarrer, ein Notfallseelsorger der mit diesem Thema umgehen konnte. Außer ihm habe ich nur noch einen kennen gelernt und den ich an dieser Stelle nicht vergessen möchte.

Auf der Fahrt nach Trier zum Grab von der selig gesprochenen Schwester Blandine lernten wir ihn kennen. Auf der Suche nach dem Grab dieser frommen Frau gingen wir in die St. Paulinenkirche. Neben dem Hauptaltar im rechten Seitenflügel stand ihr Altar in einem Kerzenmeer.

Nach einer Andacht verließen wir die Kirche im Glauben vor dem Grab von Schwester Blandine gebetet zu haben.

Hinter der Kirche befand sich ein Friedhof auf dem wir uns Kraft für die Heimreise sammeln wollten. Einige Leute kamen uns aus einer Kapelle entgegen, die wir nun auch genauer unter Augenschein nehmen wollten. Ein in schwarz gekleideter Priester mit einer Baskenmütze auf seinem Kopf war gerade dabei das eiserne Tor das uns den Weg zu Schwester Blandines letzte Ruhestätte verwehren würde zuschließen.

Gott sei es gedankt ließ er uns noch ein, Patricia blieb noch einige Augenblicke länger am Grab, um zu beten. Ich fing mit dem Geistlichen mit der lustigen Baskenmütze ein Gespräch über Menschen die mit göttlicher Energie heilen können an, und das auch ich dieses Geschenk von dem Göttlichen erhalten hätte. Er erwidert mir das er wüsste das es Menschen gäbe die diese Begabung hätten und das ich hoffentlich kein Geld für diese Göttliche Gabe nehmen würde.

Es macht mich sehr nachdenklich, da ich zu diesem Zeitpunkt noch daran dachte, einmal sehr begütert zu werden. Ich glaube, das es für Gott ganz in Ordnung wäre, wenn man damit seinen Lebensunterhalt verdienen könnte und wenn man diese Energien auch den Menschen zu kommen lässt, die nicht mit irdischen Gütern gesegnet sind. Nachdenklich geworden verabschiede ich mich von diesem so offenen Pfarrer. Einige Wochen später bekomme ich Post vom oben erwähnten Notfallseelsorger.

Sein Brief enthält eine Adresse von einer Klinik die sich im Sauerland befindet und deren Ziel es ist Wachkomapatienten so weit zu bringen das diese sich weitgehendst selber versorgen können.

Piw nennt sich dieser Verein, der sich mit Spendengeldern über Wasser hält.

Es vergehen einige Wochen, es ist Osterzeit.

Ich gebe in meinen Routenplaner, Berg-Neustadt ( Neuenothe ) ein.

Am nächsten Tag, es ist Ostermontag setzen wir unsere schon so lange geplante Fahrt nach Neuenothe ins Sauerland in die Tat um. Wir kommen von unserem Kurs ab und besuchen aus versehen eine andere Klinik. Eine Schwester verweist uns darauf das sie auch Wachkomapatienten hätten und lädt uns herzlichst dazu ein bei Ihnen mit unserer Energie arbeiten zu können. Die Entscheidung fällt uns nicht leicht, nein zu sagen. Wir nehmen Abschied, um zu Herrn Baumhof zu fahren, unserem heutigen Ziel.

Dank der guten Wegbeschreibung dieser Frau, finden wir den Weg problemlos. Neuenothe ist ein kleiner Ort der zwischen zartschwingenden zumeist bewaldeten Hügeln liegt. Wir betreten das Haus und werden von Dietmar Baumhof auf das herzlichste begrüßt. Wir gehen auf den Balkon und wir erzählen ihm von dem Geschenk das Gott uns in Form der Energie- übertragung gemacht hat. Er will wissen ob man das Reiki nennt. Ich kann es nicht bejahen und auch nicht verneinen. Wir fragen Ihn wie es dazu kam, das er in Privatinitiative den Verein Piw. gründete und nun versucht Wachkomapatienten mit alternativen Mitteln Menschen aus ihrem Traumland heraus zu führen. Er holt weit aus und erzählt uns von seiner Tochter die durch einen ärztlichen Kunstfehler in ein Wachkoma, aus dem sie nie mehr erwachte gefallen und nach einem Jahr gestorben sei. Er habe schon damals mit dem Wissen das Ihm zur Verfügung stand versucht, diesen Zustand zu ändern, was Ihm aber nicht gelungen sei.

Hier in seinem Haus werden die Patienten wieder auf feste Nahrung umgestellt und liebevoll von den Angehörigen der Patienten von Ihm oder dem Pflegepersonal gefüttert. Zusammen mit seinen Therapeuten ist es Ihm gelungen eine austherapierte Frau soweit wieder herzustellen, das diese mittlerweile eigenständig in einer rollstuhlgerechten Wohnung lebt, telefonieren kann und mit den meisten Problemen des Lebens klar kommt.

Er führt uns durch die Krankenzimmer und erzählt uns die Lebensgeschichte dieser Menschen.

 

Da ist Claudia, fünfunddreißig Jahre alt, sie wurde vor fünfzehn Jahren vergewaltigt und erwürgt. Ihr Vater sei vor einem halben Jahr gestorben und die letzte ihr verbliebene Verwandte sei ihre Oma die selbst ein Pflegefall wäre. Ja, nun wäre sie hier und würde auf feste Kost umgestellt und er suche noch eine Pflegefamilie für sie. Einige von den Patienten haben noch eine Magensonde über die Ihnen Flüssigkeit ohne die wir Menschen nicht existieren können zu geführt wird. Patricia und mir ist sofort klar das Claudia offen ist für diese Therapieform und das ist Voraussetzung für diese Energiearbeit. Ich suche die Einstiegspunkte die mir energetisch angezeigt werden. Ich befrage mich mit Patricia ob dies die richtigen Punkte sind. Patricia kann die Energielöcher die die menschliche Aura umgibt sehen und ich sie erspüren. Menschen die in ihrer geistigen und seelischen Mitte stehen und gesund sind, haben diese Löcher nicht. Heute geben wir Claudia die Energie in den Kopf- und Halsbereich. Dort sind ihre energetischen Störungen am stärksten. Zu unserem Leidwesen krampft Claudia. Wir rufen Herrn Baumhof, der uns beruhigt und uns sagt das dass mit diesen Epileptischen Anfällen leider öfters bei den Patienten vorkommen würde. Innere Bilder kommen in Claudia hoch, man sieht ihren Schmerz und wie Entsetzen in ihr hochsteigt. Es ist uns scheinbar gelungen eine ihre seelischen Blockaden zu erreichen. Ohne Worte zu benutzen rede ich mit ihr und ich versuche eine Brücke (Aussöhnung) zwischen Ihrer Persönlichkeit und der ihres Peinigers (ihrem Vergewaltiger) auf zubauen. Sie schreit innerlich und ich bitte sie ihren inneren Frieden mit dieser Situation zu machen und alles das was sie nicht für sich persönlich brauche über Bord zu werfen. Ich glätte energetisch ihre Aura und beende diese Sitzung, die über eine Stunde gedauert hat. Zwischenzeitlich ist Claudia entspannt eingeschlafen. Herr Baumhof geht in einen anderen Raum ich folge ihm. Er zeigt mir einen seiner Patienten sein Name ist Seret. Er hat Schmerzen, kann sich aber nicht äußern. Seret ist einer der Neuen. Er hatte bedingt durch einen Herzinfarkt einen Herzstillstand erlitten und wurde wieder belebt. Er hat ein größeres Pflaster am Hals, das die künstlich geschaffene Körperöffnung verschließt durch die er im Krankenhaus ernährt wurde. Ich rufe die göttliche Energie an, sein Gesichtsausdruck entspannt sich langsam, seine Schmerzen lassen nach. Habt ihr noch etwas Zeit und könnt mal nach der Angelika schauen, sie ist so unruhig und ich komme mental nicht an sie heran, war die Bitte von Herrn Baumhof! Angelika ist verheiratet und ihr Mann hat sich in die polnische Pflegerin seiner Frau verliebt und die Beiden macht nun einige Tage Urlaub in ihrer Heimat. Wenn man meint das diese Menschen keine Gefühle mehr äußern und empfinden könnten dann täuscht man sich gewaltig. Es läuft halt nur anders ab. Sie spürt genau, das sie nicht zuhause ist und sie von ihrem Mann für ein paar Tage auf das Abstellgleis geschoben wurde.

Bei der Energieübertragung rede ich mit ihr und versuche ihr klar zu machen das es für Männer halt nicht so einfach sei ohne Sexualität auszukommen das er sie aber immer noch lieb hätte. Angelika beruhigt sich. Wir verabschieden uns von Herrn Baumhof, der gibt uns den Tipp am nächsten Wochenende in die M&I Klinik nach Bad Pyrmont zufahren. Dort würden wie er ganz stolz sagt und sagen darf. Seine Patienten mit einer Licht, Schall und Wassertherapie umsorgt. Gespannt auf was da kommen mag, treten wir unseren Nachhauseweg an. Am Montagabend nach der Arbeit meldet sich eine mir zu dem Zeitpunkt noch unbekannte Wesenheit bei mir. Während der Sitzung spüre ich es ist Claudia unsere Wachkomapatientin aus Neuenothe. Sie wirft einige ihre Restblockaden ab und Patricia und ich spüren das da etwas besonderes passiert sein musste. Am Wochenende telefonieren mit Herrn Baumhof um uns den Weg zu der M&I Klinik erklären zulassen und fragen Ihn nach dem befinden von Claudia! In seiner überschwänglichen Freude teilt er uns mit das Claudia einen der kleinen Schritte in die richtige Richtung getan hätte und wir sollten uns doch persönlich davon überzeugen. Er hätte sich nicht vorstellen können, das nach so einem langen Zeitraum von fünfzehn Jahren. Eine Korrektur zum positive hin möglich sei.

 

Bad Pyrmont im April 2003

Patricia und meine Wenigkeit sind Energiegeber.

Wir hoffen und wissen, dass wir mit Gottes Hilfe und der Hilfe der Engelwelt. Ding die unveränderlich erscheinen, zu einer Umkehr veranlassen können, wenn es das Universum den so will. Drei Stunden dauert unsere Fahrt über die Autobahn, bis wir am Ziel sind. Die M & I Klinik. Nach kurzer Suche finden wir Sie, parken unser Auto ein und fragen beim Pförtner nach einer Gruppe von Wachkoma Patienten, die hier therapiert werden sollen. Er erklärt uns den Weg zu Ihnen und das diese gerade dabei wären eine Wassertherapie zu machen. Wir betreten das Schwimmbad, schwüle Wärme empfängt uns Musik dringt an unsere Ohren. Schwere Musik von Beethoven, sie soll helfen durch deren Schwingung Blockaden zu lösen. Sie werden mit Licht unterschiedlicher Wellenlänge bestrahlt. In diesem Fall war es orange farbiges Licht. Im warmen Wasser befinden sich drei Wachkoma - Patienten die jeweils von zwei Scraniosacral Therapeuten betreut werden. In meinem Augenmerk habe ich ein Mädchen kaum älter als fünf Jahre ihre Beine liegen auf einer Schwimmhilfe. Entspannt liegt sie auf dem warmen Wasser und genießt förmlich diese Therapieform. Ich unterhalte mich mit ihrer Mutter, die mir erzählt das Vanessa vor zwei Jahren ertrunken sei und sie wiederbelebt wurde und nun in diesem Zwischenreich zwischen bewusstem Leben und Traumland sei. Wir verlassen die Schwimmhalle. Schlendern Gedanken versunken über den Hof. Ein Mann kommt uns mit einem Kinderwagen entgegen, der Kopf des Kindes ist zur Seite geneigt. Ich frage ihren Begleiter ob wir Lena Energie übertragen dürfen und tun dies, nach dessen Erlaubnis.

Er erzählt uns das Lena zusammen mit ihrer Mutter bei einem Verkehrsunfall so schwer verletzt wurden, das Beide nun Wachkomapatienten seien. Eine Frau, die Mutter von B. spricht uns an und fragt uns ob wir diejenigen seien, die mit Claudia energetisch gearbeitet hätten? Und Claudia auf Grund dieser energetischen Arbeit nun wieder ihre Füße und Beine bewegen könnte. Wir bejahen es und antworten ihr wahrheits- gemäß das wir dies auch von Herrn Baumhof gehört hätten. Sie bittet uns ihrem Sohn Energie zu übertragen, gerne kommen wir ihrer Aufforderung nach. Ich suche einen der Störpunkte an seinem Körper und übertrage die göttliche Energie. Nun kann er seinen Kopf wieder kontrollieren, seine Mutter erzählt mir das er heute noch eine Sitzung von einem der Therapeuten erhalten würde. Ich zeige Bennys Mutter die Punkte an denen ihr Therapeut meinem Gefühl nach arbeiten sollte. Seine Mutter erzählt uns das sich alle Patienten um zwei Uhr im Hotelforum treffen würden. Wir gehen ins Forum des Hotels die meisten der Wachkommapatienten sind schon hier, außer Claudia, sie haben wir immer noch nicht zu unserem Leidwesen zu Gesicht bekommen. Seret ist da und viele andere die wir nicht kennen. Patricia kümmert sich rührend um Lena und wiegt die Kleine in ihren Armen. Ich meinerseits gebe Seret eine kleine Energiesitzung. Ein Therapeut spricht uns an, ob wir es gewesen seinen die bei Claudia diesen Umkehrprozess eingeleitet hätten, wir bejahen es. Ich drehe mich um und muss voller Freude feststellen, das Claudia und ihre Pflegerin mittlerweile eingetroffen sind. Voll innerer Freude gehe ich zu ihr hinüber und begrüße sie mit einem freundlichen Hallo. Ein kaum wahrnehmbares Hallo kommt mir aus ihrem Munde entgegen. Verduzt wiederhole ich meinen Willkommensgruß und höre nochmals ein sehr schwaches Hallo. Erstaunt und verblüfft schaue ich zu Patricia meiner Freundin hinüber. Ich arbeite mit ihr und gab ihr mein Ehrenwort, sie von nun an wenn es uns möglich ist, jedes Wochenende In Neuenothe zu besuchen und mit ihr energetisch zu arbeiten. Und ich biete ihr wenn sie so weit hergestellt wäre und sie sich soweit selber versorgen könnte Familienanschluss an. Wir gehen mit auf ihr Zimmer und verabschieden uns von ihr.

Wir suchen uns eine Übernachtungsmöglichkeit im Ort, da die Übernachtung im angegliederten Hotel zu teuer war. Am nächsten Tag ist in der M &I Klinik Tag der offenen Tür. Man kann dort erleben mit welchen alternativen Methoden oder aber auch mit ganz gewöhnlichen Heilmethoden versucht wird den Patienten zu helfen. Ich entscheide mich spontan für einen Vortrag über Rückenprobleme. Dieser Vortrag war sehr interessant. Ein Mann klagt über Lendenwirbelprobleme ich melde mich um ihm meine Hilfe an zubieten. Er sagt mach man, ich lege meine Hände an seine kritische Stelle im Rücken. Und muss ihm zu meinem Leidwesen eingestehen, das ich die Behandlung an ihm abbrechen müsste. Meine Energiereservat war zur Neige gegangen. Der Mann erhob sich von seinem Stuhl und teilte mir verwundert mit das seine Schmerzen nicht mehr vorhanden seien. Es gibt halt doch Dinge zwischen Himmel und Erde für die es keine Erklärung gibt und auch keine geben muss. Wir verabschieden uns von Claudia, B. und Seret und ihren Angehörigen. Und wir machen einen kleinen Umweg, der uns an die Externsteinen führt. Regelmäßig am Wochenende fahren wir nun zweihundertfünfzehn Kilometer einfach nach Neuenothe ins Sauerland. Am Anfang bleiben wir das ganze Wochenende und übernachten in einer Pension. Das hat den Vorteil das wir an beiden Tagen energetisch mit den Patienten arbeiten können. Da wir alle Unkosten aus unserer eigenen Tasche tragen müssen, geht uns finanziell und auch energetisch die Luft aus. Wir merken, das nicht nur die Wachkomapatienten an unserer Energie zehren sondern auch deren Angehörigen und das Pflegepersonal. Claudias Zustand wird von Woche zu Woche stabiler, sie kann ihre Augen in der Zentrierung halten. Wir arbeiten an ihren Armen die sich dann entspannen. Wir werden das erste mal Zeugen davon, wie sie ihre Oberschenkel, Beine und Füße bewegt. Ein sehr tief erlebter Augenblick für uns. Bei Claudia tritt eine heilerisch gesehene Kunstpause ein. Es scheint sich offensichtlich nichts mehr zu tun.

Wir lernen, das wir uns über den göttlichen Plan nicht hinwegsetzen können. Alles liegt in seiner Macht, denn wir sind nur Gottes Werkzeuge.

Bei B. sieht das alles ganze anders aus. Jedes mal wenn wir in Neuenothe sind berichtet uns B. Freundin S. oder seine Mutter das es in seiner Entwicklung positiv weitergeht. Sie sind der Meinung das wir, beziehungsweise die göttliche Energie deren Mittler wir sind entscheidenden Anteil an seinen Fortschritten hätten. Wir möchten uns nicht in den Vordergrund schieben, und sind der Meinung das sich alle die sich um Benny bemühen, einen Anteil an seinen Fortschritten haben. Von vornherein ist es S. eine Freundin, die sich für ihren B. ein Jahr aus der Schule beurlauben lässt. Ihre Nähe und Herzensliebe und viele Übungen, die sie mit Ihm macht sind das was dazu beiträgt eine Gesundung zu beschleunigen. Wie bei einem Baby müssen alle Reflexe, das Reden und auch das Laufen neu erlernt oder antrainiert werden.

Nach der ersten Sitzung mit Benny werden seine Augen klarer. Er kann mit seinen Augen ja und nein sagen. Mittlerweile muss er nicht mehr gefüttert werden, er kann dies nun eigenständig tun. Sprechen kann er noch nicht, mit seiner rechten Hand die er inzwischen fast perfekt benutzen kann zeigt er in Richtung Mund und es weis dann jeder das er Hunger hat. Er fordert seine Freundin zum Kuscheln auf, auf das herzlichst amüsiert bekommen wir mit wie Benny seiner Freundin an die Wäsche geht. Er reckt seine Hand nach oben und macht mit seinem Zeigefinger die berühmte Gestik ihr könnt mich alle mal hinten herumheben. Vielleicht soll es auch bedeuten Hallo ihr habt mich zu früh abgeschrieben, seht ihr, ich komme wieder. Mit dem Laufapparat klappt das gehen auch schon ganz gut. Herr Baumhof und wir alle die ihn kennen sind guter Hoffnung daß das mit dem Benny wieder was wird. An einem der Wochenenden in Neuenothe lernen wir Serets Sohn kennen.

Er hat Kniebeschwerden ich suche die Punkte an seinem Bein und ich behandele ihn, an seinem Fußgelenk geht die meiste Energie hinein. Ich bitte ihn sportlich kürzer zutreten und Rücksicht auf sein Fußgelenk zu nehmen. Am nächsten Wochenende kommt er humpelnd an und ich denke so für mich ob die Sitzung ihm nicht geholfen hat? Ohne das ich ihm eine Frage stellen muss, erzählt er mir das er Fußball gespielt habe sein Knie nach der Energiesitzung in Ordnung wäre und er sich den Knöchel verstaucht hat. Ja, wer nicht hören will muss leiden.

Wenn ich nicht vergessen darf ist, Elise sie ist Lehrerin im Ruhestand und besucht ihren Freund Wolfgang einen Wachkomapatienten. Wolfgang bekam einen Gehirntumor entfernt. Ich erzähle ihr von Patricia und mir, und von dem Geschenk das uns Gott gemacht hat. Die Energieübertragung für Menschen die dessen bedürfen. Ich freu mich immer wieder wenn ich sie sehe, weil diese Treffen meistens in einem guten Gespräch enden. Man kann sehr viel von Elise lernen. Wolfgang ist in einem Einzelzimmer im Erdgeschoss untergebracht und ihn wollen wir besuchen. Wir klopfen und treten in das Zimmer ein. Elise hatte ich erzählt das wir für eine Energieübertragung die wir von zuhause aus vornehmen wollen ein Bild von Wolfgang benötigten und das wollen wir jetzt machen. Wolfgang war vor seiner Krankheit Bibliothekar, er redet mit den Lippen. An denen man jedes seiner nicht gesprochene Wort ablesen kann. Ich frage Ihn ob ich ihn Fotografieren dürfte. Auf das heftigste verneint er dies und man kann ganz deutlich an seinen Lippen die Worte Vorlesen und raus ablesen. Das Raus gilt wohl für uns und wir möchten ja das Elise dem Wunsch von Wolfgang nach vorlesen nachkommen kann. Wieder was gelernt, auch Wachkomapatienten können Grenzen setzen.

Ein Neuer kommt er heißt Klaus ein Mann mittleren Alters. Seine Heimat ist die Pfalz und in Neustadt zu Hause. Er hat es schon gelernt mit den Augen zu reden. Klaus ist ein Motorradfreak. Er wurde bei einem seiner Fahrten von einem Insekt in den Hals gestochen. Es gelang ihm noch seine Maschine anzuhalten bevor er ins Koma fiel.

An einem der weiteren Wocheenden lernen wir Peter kennen, er ist nur so lange hier einquartiert bis seine Mutter aus dem Krankenhaus entlassen wird und sie ihn wieder zu sich nach Hause holt. Er fiel durch eine Gehirnhautentzündung ins Koma.

Peter kann mittlerweile selbstständig essen und trinken. Kann fast komplette Sätze sprechen und es wird immer mehr, mit dem Laufen hapert es aber noch bei ihm. Seine Mutter hat uns erzählt das sie ihn sofort in das lebendige Familienleben zu Hause interagiert hätte. Er kam nicht in die berühmte Abstellkammer oder in sein Zimmer. Nein, er stand mitten im Gang und jeder der in die Wohnung wollte, musste an ihm vorbei und sich mit ihm beschäftigen. Außerdem spielten sie sehr oft Memory das seine eingeschlafenen Gehirnwellen trainierte. Er hat es seiner Mutter und seinen Geschwistern zu verdanken, das er in seiner Entwicklung schon so weit ist. Bei unseren vorerst letzten Fahrt zu Herrn Baumhof lernen wir Karola kennen. Sie ist mitte dreißig und wohnt in der Nähe von Dresden. Ihr Sohn Rene hatte einen Unfall mit seinem Fahrrad. Er kollidierte mit einem Auto und zog sich dabei schwere Schädelverletzungen zu. Nun ist er Wachkomapatient. Sie bittet uns um Hilfe, und ob wir den nicht mal bei ihr zuhause vorbei kommen könnten. Da unsere Geldmittel mit denen wir auskommen müssen auch nicht unbegrenzt sind müssen wir passen und bitten um ein Passbild von Rene, um aus der Ferne mit Ihm arbeiten zu können. Wir geben Rene in den nächsten Wochen einige Sitzungen und sind gespannt was passieren wird! Karola schickt uns ein Mail in dem sie uns mitteilt das Rene seine tiefe Krise überwunden hätte und das er positive Reaktionen zeigte. Gott sei es gedankt. Ja, so schnell kann es gehen und aus einem vor Lebensenergie strotzenden Menschen wird ein Pflegefall.

Da können wir froh und glücklich sein nicht dazu zugehören. Vergessen sollte man sie nicht und man sollte solche Intuitionen, wie den PIW - Verein moralisch und mit Spenden unterstützen. Die Arbeit die dort von Herrn Baumhof und seinen Mitarbeitern geleistet wird ist so viel ich weiß einzigartig und einmalig in seiner Art in Deutschland. Am Tag hat Herr Baumhof ein offenes Ohr für Jeden und ist Chef der Telefonzentrale und er hilft den Angehörigen der Wachkomapatienten bei ihrem Kampf mit den Behörden und Ämter. Er ist ein Engel auf Erden und obendrein ist er noch Nachtschwester in seinem Hause und lagert je nach Bedarf alle paar Stunden seine Patienten um. Möge Gott und die Engel ihm die Kraft verleihen, das er diese seine große Lebensaufgabe noch lange zum Wohlergehen seiner Patienten verrichten kann.

Zur steten Erinnerung an uns.

be


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