Den Fisch- Dieter, so nannten Dich deine Freunde

Gundernhausen im Februar 2017

 

 

Hm Dieter!

Ein Jahr ist es nun fast her, das Du uns verlassen musstest. Ja der heimtückische Krebs der Dich

heimsuchte gab dir keine reale Chance. Zungenhalskrebs stellten die Ärzte vor ein paar Jahren bei

Dir fest.

Ständige Ohrenschmerzen zwangen Dich Ärzte auf zusuchen.

Sie rätselten lange herum, wo denn diese deine Ohrenschmerzen herkämen.

Es dauerte wohl fast ein halbes Jahr bis man den Krebs bei Dir feststellen konnte.

Fast zehn Jahre wohntest Du als Mieter bei mir, wir haben so einiges an Prüfungen gemeinsam

gemeistert. Du warst ein ganz lieber, mit einem grossen Herzen, ausgestatteter Mensch, es gab kaum

ein Nein von Dir, wenn es darum ging helfen zu können, wo Hilfe angesagt war.

Ein praktisch veranlagter, hilfsbereiter Mensch warst Du. 

​Du hattest sicherlich auch deine Ecken und Kanten und konntest über das Fernsehprogramm schümpfen.

Bis mir klar wurde das Du Dich ja damit meintest und deine eigene Geistige Unbeweglichkeit. 

​Ja auch dein Leben war geprägt von deiner Vergangenheit und den Genen deiner Vorfahren, die uns das

werden lassen, was in uns angelegt ist.

Du hattest eine grosse Familie und Du warst der zweitälteste unter deinen vier Geschwistern. 

Dieter war zu seinen Lebenszeiten ein Mensch der grossen Schritte.

Ein Wanderer mit dem man kaum Schritt halten konnte.

Er war ein Macher als Dachdeckergehilfe, sein Chef hielt grosse Stücke auf Ihn.

Ihm war nix zu schwer, es machte ihm Spass im Freien arbeiten zu können.

 

In seinem vorherigen Jop war er Lagerist, wohl fühlte er sich dort nicht.

Geld war nur Mittel für Dich, um dein Leben fristen zu können. 

Feiern im Kreise deiner Kumpels war dir wichtig und die Freundschaft die dadurch entstand.

Dein grosses Hobby aber war das Kegeln, jeden Sonntagmorgen um zehn Uhr Morgens warst Du dort

um zusammen mit deinen Freunden alle Neune abzuräumen. 

Es schmerzte Dich sehr, als sich diese Kegelrund auflöste.

Wenn es dir möglich war, verbrachtest Du den Heiligen Abend in deiner Bayrischen Heimat.

Wie Du mir erzähltest, besuchtest du dort auch den Weihnachts-Gottesdienst.

​Du schautest dir gerne alte Filme aus  der Römerzeit und Jesusfilme an. Ja, du konntest auch

in deine Tiefe gehen, was Du Dir aber nicht vor Freunden eingestehen würdest. Du warst ja auch ein

harter Knochen nach aussen hin und innen doch so zart und zerbrechlich.

Deine Tochter durftest Du noch kennenlernen und dein Enkelkind. Leider war es Euch nicht vergönnt 

ein engeres Band zu einander zuknüpfen.

Die Krankenhaus aufenthalte nahmen zu, du durftest auch noch ein zweitesmal zur Kur fahren

,du hast es sehr genossen. Und uns Bilder gezeigt die dort in der Umgegend machtest.

 

Flüssig ernähren musstest Du Dich, dafür bekamst du eine Magensonde angebracht.

Weil dein Hals so langsam zuwucherte und Du auf normalen Weg keine Nahrung mehr aufnehmen

konntest.

Damit Du nicht ersticken musstest, wurde ein Luftröhrenschnitt vorgenommen und eine Kanüle

eingesetzt. 

Ja dann kam der Zeitpunkt, wo es dir nicht mehr gestattet war, alleine zuhause bleiben zu können.

Deine Schwester übernahm deine Vormundschaft und veranlasste deinen Umzug nach Bayern, in deine

Heimat, in ein Hospitz. 

Deine Tage waren gezählt, du durftest noch Weihnachten erleben und das neu Neujahr begrüssen, damit

hatte keiner gerechnet das du das schaffen würdest.

Bei meinem letzten Besuch  bei Dir, hatte man  die lebensverlängerten Massnahmen eingestellt und mir

erklärt, das Du wohl in ein paar Tagen nicht mehr unter uns weilen würdest.

Wie man sich doch täuschen kann, fast vierzehn Tage überlebtest Du ohne Nahrung und trinken.

Nach deiner Einäscherung wurdest Du im Kreise deiner Familie im Grabe deiner Mutter Waltraud

beigesetzt.

Mache es gut mein Freund, auf deiner Reise zu unserem und deinem Schöpfer.

 

 


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